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Advent ist eine Zeit der Freude

2. Dezember 2017 von

Refugee mother and children
Rohingya Flüchtlinge Photo: Tasnim News Agency.

An diesem Sonntag werden Christen in aller Welt zusammenkommen, um den ersten Adventssonntag zu feiern, den Anfang der Weihnachtszeit.

Advent ruft uns auf, wachsam zu sein. Es ist ein Weckruf, der jedes Jahr an uns ergeht, damit wir nicht die Stunde verschlafen, wenn Gottes Reich hereinbricht und der Messias wiederkehrt.

Advent ist eine Zeit, in der wir uns fragen sollten: Haben wir den Frieden und die Freude, die Jesus verspricht? Und wenn nicht, was müssen wir machen, um sie zu finden, so dass wir wirklich bereit sind, Weihnachten zu feiern?

Wenn ich an die von Rom beherrschte Welt denke, in die Jesus hineingeboren wurde, muss ich auch an die Situation denken, in der die Welt heute ist: Die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel sind Besorgnis erregend, ein auf allen Seiten eskalierender Krieg der Worte. Deutschland, das so lange als Stabilitätsanker gesehen wurde, sieht politischen Turbulenzen und erstarkenden rechten Kräften entgegen. Großbritannien versucht immer noch, die Konsequenzen der Brexit-Entscheidung zu bewältigen und in Australien hat die Verabschiedung eines Gesetzes zur Umdefinition dessen, was Ehe bedeutet, eine hitzige Debatte ausgelöst. Die Not von mehr als einer halben Million Rohingya-Flüchtlingen in Bangladesch und Krieg und Hungersnot im Jemen sind weitere Beispiele einer weltweiten Krise. Gleichzeitig sind die täglichen Schlagzeilen von sexuellem Missbrauch, begangen von Männern in Machtpositionen, ein weiteres Zeichen für die Dunkelheit unserer Zeit und dafür, wie sehr wir auf die Erlösung angewiesen sind.

Wenn wir die Zeichen der Zeit, in der wir leben, nicht erkennen, und nicht bereit sind, darauf zu reagieren, dann laufen wir Gefahr, die Gute Nachricht zu verpassen. Wir sollten uns innerlich so vorbereiten, als sei dies das letzte Weihnachten, wenn Jesus wiederkehrt und alles in Ordnung bringt, denn, wie Jesus selbst gesagt hat, keiner von uns kennt den Tag oder die Stunde.

christmas candles

Es gibt keinen Grund, warum wir deprimiert oder entmutigt sein sollten. Advent ist eine Zeit der Freude! Zündet Kerzen an, bringt euren Nachbarn einen Korb mit Nahrungsmitteln, singt mit Freunden zusammen Weihnachtslieder – wer für einen anderen eine Freude macht, dessen eigener Tag wird auch ein wenig heller werden.

Advent erinnert uns daran, wie sehr wir auf Jesus, das Licht der Welt, angewiesen sind. Wie Jesaja prophezeit hat: „Das Volk, das in der Finsternis lebt, sieht ein großes Licht; hell strahlt es auf über denen, die ohne Hoffnung sind. (Jes 9,1)

In einer seiner Adventspredigten aus dem Jahr 1933, kurz nachdem Hitler an die Macht gekommen war, befasste sich Dietrich Bonhoeffer mit Lukas 21,28: „Deshalb: Wenn sich dies alles zu erfüllen beginnt, dann seid zuversichtlich – mit festem Blick und erhobenem Haupt! Denn eure Rettung steht kurz bevor.“

Sehet auf, ihr, deren Blick unverwandt auf diese Erde gerichtet ist, die gebannt sind von den kleinen Geschehnissen und Veränderungen auf der Oberfläche dieser Erde, sehet auf, die ihr euch vom Himmel enttäuscht abgewendet habt, zu diesen Worten, sehet auf, ihr, deren Augen von Tränen schwer sind und dem nachweinen, was die Erde uns gnadenlos entrissen hat, sehet auf, ihr, deren Blick schuldbeladen sich nicht erheben kann – sehet auf, eure Erlösung naht. Es geschieht noch etwas anderes, als was ihr täglich seht, nehmt es nur wahr, seid auf der Wacht, wartet noch einen kurzen Augenblick, wartet und es wird etwas ganz Neues über euch hereinbrechen. Gott wird kommen, Jesus kommt und wird von euch Besitz nehmen und ihr werdet erlöste Menschen sein. Sehet auf, steht auf der Wacht, die Augen auf, wartet, wartet der herannahenden Erlösung entgegen.

Lasst uns an diesem Advent diesen Glauben ergreifen und auf die Wiederkehr von Jesus hoffen. Lasst uns unsere Wohnungen und unsere Herzen für das Kind in der Krippe bereiten – für den kommenden König der Welt.

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Über den Autor

Paul Winter and his wife Betty

Paul Winter

Paul Winter dient dem Bruderhof als Prior. Er lebt mit seiner Frau Betty auf dem Maple Ridge Bruderhof.

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